Eine professionelle Praxisanleitung in der Pflege ist so viel mehr als nur eine gesetzliche Pflicht. Sie ist das Herzstück einer guten Ausbildung und der Schlüssel, um auch in Zukunft genügend Fachkräfte zu haben. Man kann sie sich als Brücke vorstellen: Auf der einen Seite steht die graue Theorie aus der Pflegeschule, auf der anderen die gelebte Realität am Pflegebett. Die Praxisanleitung sorgt dafür, dass die Auszubildenden sicher über diese Brücke kommen.
Was eine exzellente Praxisanleitung wirklich ausmacht
Eine richtig gute Praxisanleitung hat nichts mit dem bloßen Abhaken einer Checkliste zu tun. Sie ist kein formaler Akt, sondern ein lebendiger, pädagogischer Prozess, der weit über die reine Wissensvermittlung hinausgeht.
Stellen Sie sich einen erfahrenen Bergführer vor. Der drückt einem Wanderer nicht einfach nur eine Karte in die Hand und wünscht viel Glück. Nein, er geht den Weg mit, warnt vor losen Steinen (möglichen Fehlern), erklärt die Pflanzen am Wegesrand (Fachwissen) und gibt in kniffligen Passagen Sicherheit (komplexe Pflegesituationen). Genau das ist die Rolle eines exzellenten Praxisanleiters.
Mehr als nur Wissen vermitteln
Im Kern geht es natürlich darum, theoretisches Wissen in sicheres, praktisches Handeln zu verwandeln. Eine gute Anleitung stellt sicher, dass Azubis nicht nur wissen, was zu tun ist, sondern vor allem auch warum. Das schafft Selbstvertrauen und fördert die Fähigkeit, kritisch mitzudenken.
Aber die Aufgaben gehen noch viel tiefer:
- Werte und Haltung prägen: Praxisanleiter sind Vorbilder, ob sie wollen oder nicht. Sie leben eine professionelle Haltung, Empathie und einen respektvollen Umgang vor. Damit prägen sie die Persönlichkeit der zukünftigen Pflegekräfte nachhaltig.
- Individuelle Förderung: Jeder Azubi ist anders, mit eigenen Stärken und Schwächen. Eine herausragende Praxisanleitung erkennt dieses Potenzial, setzt individuelle Lernziele und sorgt dafür, dass niemand unter- oder überfordert wird.
- Reflexion anleiten: Nach einer Pflegesituation ist vor der nächsten Lerneinheit. Erfolgreiche Praxisanleiter helfen den Auszubildenden dabei, über ihr Handeln nachzudenken, aus Erfahrungen zu lernen und sich so Schritt für Schritt zu verbessern.
Der Nutzen für alle Beteiligten
Eine strukturierte und wertschätzende Praxisanleitung ist eine Investition, die sich gleich mehrfach bezahlt macht. Auszubildende fühlen sich gut betreut, was ihre Zufriedenheit steigert und nachweislich die Abbruchquote senkt. So entwickeln sie sich zu kompetenten und selbstbewussten Fachkräften, die für jedes Team eine echte Bereicherung sind.
Eine gezielte Anleitung stärkt nicht nur die fachliche Kompetenz, sondern auch die emotionale Bindung an den Pflegeberuf und die Einrichtung.
Für Pflegeeinrichtungen ist das ein unschätzbarer Vorteil. Sie sichern sich nicht nur qualifizierten Nachwuchs, sondern positionieren sich auch als attraktiver Arbeitgeber. Unternehmen, die wie die Partner von CarePros in eine erstklassige Ausbildung investieren, ziehen motivierte Talente an. Das ist der Grundstein für eine stabile Personaldecke und eine hohe Pflegequalität. Und am Ende profitiert der wichtigste Mensch im ganzen System: der Patient, der von bestens ausgebildeten Fachkräften versorgt wird.
Die rechtlichen Grundlagen der Praxisanleitung verstehen
Die Praxisanleitung in der Pflege ist alles andere als ein freiwilliges „Nice-to-have“ – sie ist eine glasklare gesetzliche Anforderung. Sie bildet das Rückgrat für eine qualitativ hochwertige und vor allem einheitliche Ausbildung der Pflegefachkräfte von morgen. Die Spielregeln dafür sind fest im Pflegeberufegesetz (PflBG) und der dazugehörigen Ausbildungs- und Prüfungsverordnung (PflAPrV) verankert.
Wozu das Ganze? Diese Vorschriften sollen sicherstellen, dass jeder Azubi, egal in welcher Einrichtung er lernt, eine strukturierte und fachlich saubere Begleitung bekommt. Es geht darum, eine stabile Brücke zu bauen – vom theoretischen Wissen aus der Schule hin zu den oft komplexen und unvorhersehbaren Situationen im Pflegealltag.
Die magische Grenze von 10 Prozent
Eine der wichtigsten Zahlen, die Sie kennen müssen, ist der zeitliche Umfang. Das Gesetz gibt vor, dass die geplante und strukturierte Praxisanleitung mindestens 10 Prozent der praktischen Ausbildungszeit ausmachen muss.
Ganz konkret: Bei einem Praxiseinsatz von 200 Stunden müssen also mindestens 20 Stunden für gezielte Anleitungen fest eingeplant sein.
Diese Zeit ist zweckgebunden. Sie darf nicht einfach im normalen Stationsbetrieb „untergehen“. Sie ist ausschließlich für gemeinsames Lernen, das Einüben von Fähigkeiten, die Vor- und Nachbereitung von Pflegesituationen und die so wichtige Reflexion reserviert. Die Verantwortung dafür, dass diese Quote auch wirklich eingehalten wird, liegt beim Träger der praktischen Ausbildung, also der jeweiligen Einrichtung.
Wer darf überhaupt anleiten? Die Qualifikation macht den Unterschied
Der Gesetzgeber hat nicht nur festgelegt, wie viel angeleitet wird, sondern auch, wer anleiten darf. Nur weil jemand eine erfahrene Pflegekraft ist, qualifiziert ihn das nicht automatisch zur Praxisanleitung. Laut PflAPrV ist eine berufspädagogische Zusatzqualifikation von mindestens 300 Stunden Pflicht.
Damit nicht genug: Es wird zusätzlich eine kontinuierliche berufspädagogische Fortbildung von jährlich mindestens 24 Stunden verlangt. Das stellt sicher, dass Praxisanleiter nicht nur fachlich topfit sind, sondern auch didaktisch immer auf dem neuesten Stand bleiben, um die Auszubildenden wirklich kompetent begleiten zu können.
Die folgende Grafik zeigt schön, welche drei Säulen – Wissen, Werte und Kompetenz – durch eine professionelle Praxisanleitung gefördert werden.

Man sieht sofort: Es geht hier um einen ganzheitlichen Ansatz, der weit über das reine Vermitteln von Handgriffen hinausgeht.
Theorie trifft auf Praxis: Eine alltägliche Herausforderung
Obwohl die Regeln klar sind, sieht die Realität im Pflegealltag oft anders aus. Eine Umfrage des Deutschen Berufsverbands für Pflegeberufe (DBfK) zeichnet ein ernüchterndes Bild: Nur rund 27 Prozent der Azubis bekommen die gesetzlich vorgeschriebene Anleitungszeit auch wirklich regelmäßig. Ein zentrales Problem ist, dass viele Praxisanleiter fest im stressigen Stationsalltag verplant sind. Da bleibt kaum Luft für die notwendige Vor- und Nachbereitung einer guten Anleitung.
Mehr zu den Ergebnissen lesen Sie direkt in der DBfK-Umfrage zur Praxisanleitung in der Pflegeausbildung.
Die konsequente Umsetzung der gesetzlichen Vorgaben ist keine bürokratische Hürde. Sie ist eine entscheidende Investition in die Zukunft der Pflege und damit in die Qualität der Versorgung von uns allen.
Für Pflegeeinrichtungen heißt das: Sie müssen die nötigen Ressourcen schaffen. Das bedeutet nicht nur, qualifizierte Praxisanleiter für ihre Aufgabe freizustellen, sondern auch eine echte Lernkultur zu etablieren, in der Ausbildung den Stellenwert bekommt, den sie verdient. Unsere Partner bei CarePros legen genau darauf großen Wert, denn sie wissen: Eine exzellente Ausbildung ist die beste Grundlage für motivierte und kompetente Fachkräfte. Ein gutes Verständnis für das Arbeitsrecht in der Pflege ist dabei unerlässlich, um die Rechte und Pflichten aller Beteiligten zu kennen und faire Bedingungen zu schaffen.
Die Schlüsselkompetenzen erfolgreicher Praxisanleiter
Ein erstklassiger Praxisanleiter ist so viel mehr als nur ein Kollege mit viel Erfahrung. Er ist ein echtes Multitalent – Fachexperte, Pädagoge, Coach und Vorbild in einer Person. Diese Rolle verlangt eine ganz besondere Mischung aus tiefem Fachwissen, didaktischem Feingefühl und einem echten Draht zu Menschen.
Stellen Sie sich einen Lotsen vor, der ein Schiff sicher durch eine tückische Meerenge steuert. Er kennt nicht nur die Seekarte (das Fachwissen), sondern auch die Strömungen, Winde und die versteckten Riffe – also die täglichen Herausforderungen im Pflegealltag. Genau so ein Lotse ist ein Praxisanleiter: Er führt Auszubildende sicher durch die komplexen Abläufe, strahlt Ruhe aus, wenn es mal hektisch wird, und zeigt immer den besten Weg zum Ziel.

Fachliche Kompetenz: Das stabile Fundament
Ohne ein solides fachliches Fundament geht gar nichts. Praxisanleiter müssen nicht nur topaktuelles Pflegewissen parat haben, sondern es auch so erklären können, dass es im Kopf bleibt. Es geht darum, graue Theorie in konkrete, sichere Handgriffe direkt am Patientenbett zu verwandeln.
Diese Kompetenz ist das A und O und zeigt sich in ganz praktischen Dingen:
- Sicherheit in jeder Pflegetechnik: Egal ob Wundversorgung oder die Gabe komplexer Medikamente – Praxisanleiter beherrschen die Techniken aus dem Effeff und können jeden Handgriff logisch begründen.
- Wissen über Krankheitsbilder: Sie verstehen, was hinter einer Diagnose steckt, und können nachvollziehbar erklären, warum bestimmte pflegerische Maßnahmen jetzt genau richtig sind.
- Kenntnis von Standards und Leitlinien: Sie bleiben am Ball, was die Pflegewissenschaft angeht, und stellen sicher, dass die Ausbildung immer nach den neuesten Qualitätsstandards läuft.
Diese fachliche Souveränität gibt den Azubis die nötige Sicherheit und schafft eine Lernatmosphäre, in der man sich traut, Fragen zu stellen.
Pädagogische Kompetenz: Der gut gefüllte Werkzeugkoffer
Das beste Fachwissen nützt wenig, wenn man es nicht vermitteln kann. Hier kommt die pädagogische Kompetenz ins Spiel – und die macht oft den entscheidenden Unterschied zwischen „gut“ und „herausragend“.
Hier zählen vor allem zwei Dinge:
- Didaktisches Geschick: Das ist die Kunst, Lerninhalte so aufzubereiten, dass sie wirklich beim Azubi ankommen. Es bedeutet, klare Lernziele zu setzen, die passende Anleitungsmethode auszuwählen und Lernsituationen bewusst zu gestalten.
- Methodische Vielfalt: Ein guter Praxisanleiter hat mehr als nur eine Methode drauf. Mal zeigt er etwas vor, mal lässt er den Azubi unter Aufsicht selbst machen, ein anderes Mal nutzt er eine Fallbesprechung, um das kritische Denken zu schulen.
Eine exzellente Praxisanleitung in der Pflege passt sich immer dem individuellen Lernstand des Auszubildenden an. Sie fordert, ohne zu überfordern, und fördert, ohne zu bevormunden.
Erfolgreiche Einrichtungen, wie die Partner von CarePros, legen genau darauf großen Wert. Sie sorgen dafür, dass ihre Praxisanleiter nicht nur fachlich top sind, sondern auch didaktisch bestens geschult werden.
Soziale und personale Kompetenz: Das menschliche Bindeglied
Die vielleicht wichtigste Fähigkeit ist es, eine gute, tragfähige Beziehung zum Auszubildenden aufzubauen. Pflege ist ein Beruf, der von Menschen für Menschen gemacht wird – und das fängt schon in der Ausbildung an. Soziale und personale Kompetenzen sind das Öl im Getriebe, das alles am Laufen hält.
Hier sind die Eigenschaften, die den Unterschied machen:
- Empathie: Die Fähigkeit, sich in den Azubi hineinzuversetzen, seine Unsicherheiten zu verstehen und auf seine Bedürfnisse einzugehen.
- Kommunikationsstärke: Klares, konstruktives Feedback ist eine Superkraft. Es geht nicht darum, Fehler anzuprangern, sondern darum, Lernchancen aufzuzeigen und zu motivieren.
- Geduld und Frustrationstoleranz: Lernen ist kein Sprint, sondern ein Marathon mit Höhen und Tiefen. Ein guter Praxisanleiter bleibt auch dann ruhig und unterstützend, wenn mal etwas nicht auf Anhieb klappt.
- Reflexionsfähigkeit: Erfolgreiche Praxisanleiter schauen nicht nur auf die Leistung des Azubis, sondern auch auf sich selbst. Sie stellen sich immer wieder die Frage: „Wie kann ich meine Anleitung noch besser machen?“
Diese menschlichen Fähigkeiten sind nicht nur für die Anleitung selbst entscheidend, sondern legen auch den Grundstein für die eigene berufliche Entwicklung. Wer hier stark ist, schafft oft die besten Voraussetzungen für den nächsten Karriereschritt. Mehr dazu finden Sie übrigens in unserem Beitrag zum Fachwirt im Gesundheitswesen.
Diese Tabelle stellt die unterschiedlichen Kompetenzfelder eines Praxisanleiters gegenüber und illustriert deren Anwendung anhand konkreter Beispiele aus dem Alltag.
Die Kompetenzbereiche für Praxisanleiter im Vergleich
| Kompetenzbereich | Beschreibung | Praxisbeispiel |
|---|---|---|
| Fachliche Kompetenz | Umfasst aktuelles, tiefes Wissen über Pflegetechniken, Krankheitsbilder und Qualitätsstandards. | Der Praxisanleiter demonstriert die korrekte Anlage eines Kompressionsverbandes und erklärt dabei Schritt für Schritt die physiologische Wirkung. |
| Pädagogische Kompetenz | Beinhaltet die Fähigkeit, Wissen didaktisch aufzubereiten, Lernziele zu definieren und verschiedene Lehrmethoden gezielt einzusetzen. | Statt nur vorzumachen, lässt der Praxisanleiter den Azubi eine Blutzuckermessung unter Aufsicht durchführen und gibt danach gezieltes Feedback. |
| Soziale & personale Kompetenz | Beschreibt die Fähigkeit, empathisch zu kommunizieren, konstruktives Feedback zu geben und eine vertrauensvolle Lernbeziehung aufzubauen. | Nach einer stressigen Situation nimmt sich der Praxisanleiter Zeit, um mit dem Azubi das Erlebte zu besprechen und seine Gefühle zu reflektieren. |
Am Ende ist es genau diese ausgewogene Mischung, die einen herausragenden Praxisanleiter ausmacht. Es ist die Kombination aus fachlicher Brillanz, pädagogischem Geschick und menschlicher Wärme, die aus Auszubildenden kompetente und leidenschaftliche Pflegefachkräfte macht.
Der Weg zum Praxisanleiter und die Rolle der Weiterbildung
Wer als erfahrene Pflegefachkraft den Wunsch verspürt, das eigene Wissen weiterzugeben und die nächste Generation zu prägen, hat oft einen starken inneren Antrieb. Aber wie genau wird man zu dieser qualifizierten Anleitungsperson? Der Weg zum Praxisanleiter ist klar geregelt und verlangt mehr als nur jahrelange Berufserfahrung – er erfordert eine gezielte pädagogische Qualifizierung.
Der erste Schritt ist eine solide Basis. In der Regel müssen Sie eine abgeschlossene Ausbildung als Pflegefachfrau oder Pflegefachmann vorweisen und mindestens ein bis zwei Jahre Berufserfahrung in der direkten Patientenversorgung mitbringen. Diese praktische Erfahrung ist das Fundament, auf dem alles Weitere aufbaut. Denn nur wer den Pflegealltag selbst in- und auswendig kennt, kann ihn auch authentisch vermitteln.

Die berufspädagogische Weiterbildung als Herzstück
Die wirklich entscheidende Etappe ist die gesetzlich vorgeschriebene berufspädagogische Weiterbildung. Sie umfasst mindestens 300 Stunden und ist weit mehr als nur ein formeller Akt. Diese Qualifikation ist das Herzstück der Vorbereitung auf die anspruchsvolle Rolle als Mentor. Sie rüstet Sie mit dem nötigen pädagogischen Werkzeug aus, um Wissen nicht nur zu besitzen, sondern es auch wirksam weiterzugeben.
Die Inhalte dieser Weiterbildung sind vielfältig und stark praxisorientiert angelegt:
- Lernpsychologie und Didaktik: Sie lernen, wie Lernprozesse wirklich funktionieren, welche Lehrmethoden es gibt und wie Sie diese gezielt einsetzen, um jeden Auszubildenden optimal zu fördern.
- Kommunikation und Gesprächsführung: Ein großer Schwerpunkt liegt auf der Kunst des konstruktiven Feedbacks, der Motivation von Lernenden und dem sicheren Umgang mit schwierigen Gesprächssituationen.
- Planung und Organisation: Hier geht es ans Eingemachte – Sie lernen, wie man Lernpläne erstellt, Anleitesituationen gestaltet und die gesamte praktische Ausbildung sinnvoll strukturiert.
- Rechtliche Rahmenbedingungen: Die Kenntnis der gesetzlichen Vorgaben aus dem Pflegeberufegesetz ist unerlässlich, um die Ausbildung rechtssicher und korrekt zu gestalten.
- Beurteilung und Prüfung: Ein wichtiger Teil ist die faire und kompetenzorientierte Leistungsbeurteilung. Sie lernen auch, wie Sie Auszubildende gezielt auf ihre Prüfungen vorbereiten.
Stetige Weiterentwicklung durch Fortbildungen
Mit dem Zertifikat in der Hand ist der Weg aber keineswegs zu Ende – er beginnt erst richtig. Die Pflegewissenschaft und auch die Pädagogik entwickeln sich ständig weiter. Was heute als moderner Ansatz gilt, kann morgen schon wieder überholt sein.
Lebenslanges Lernen ist für Praxisanleiter keine Option, sondern eine berufliche Notwendigkeit. Nur wer selbst am Ball bleibt, kann eine zeitgemäße und qualitativ hochwertige Praxisanleitung in der Pflege sicherstellen.
Genau aus diesem Grund schreibt der Gesetzgeber eine jährliche Fortbildungspflicht von mindestens 24 Stunden vor. Diese regelmäßigen Updates sorgen dafür, dass Sie Ihr pädagogisches Repertoire erweitern, neue wissenschaftliche Erkenntnisse in Ihre Arbeit einfließen lassen und sich mit anderen Praxisanleitern austauschen können.
Fortschrittliche Einrichtungen, so wie die Partner von CarePros, erkennen den immensen Wert dieser kontinuierlichen Qualifizierung. Sie investieren ganz gezielt in die Fortbildung ihrer Praxisanleiter, weil sie wissen: Das ist eine direkte Investition in die Qualität der eigenen Ausbildung und in die Bindung zukünftiger Fachkräfte. Ein breites Spektrum an Weiterbildungen für Krankenschwestern stärkt nicht nur die Anleitungskompetenz, sondern fördert auch die persönliche Karriere und festigt die Position der Einrichtung als Top-Arbeitgeber, der die besten Talente anzieht und auch langfristig hält.
Typische Herausforderungen in der Praxisanleitung – und wie man sie meistert
Praxisanleiter zu sein, ist eine unglaublich erfüllende, aber auch anspruchsvolle Aufgabe. Im Alltag fühlen sich viele jedoch regelrecht zerrieben – gefangen zwischen dem eigentlichen Anleitungsauftrag und den unerbittlichen Anforderungen des Stationsalltags.
Die größten Knackpunkte sind fast immer dieselben: Zeitdruck und Personalmangel. Diese Doppelbelastung ist für viele Praxisanleiter an der Tagesordnung. Sie sind fest in den normalen Dienstplan integriert, was die gesetzlich geforderte Freistellung für die Praxisanleitung in der Pflege oft zu einem reinen Wunschtraum macht. Für eine strukturierte Vor- und Nachbereitung von Lernsituationen bleibt dann einfach keine Zeit.

Die Folgen spüren vor allem die Auszubildenden. Anleitungen finden oft nur „zwischen Tür und Angel“ statt, geplante Lerneinheiten werden kurzfristig verschoben, und die so wichtige Reflexion fällt dem Stress zum Opfer. Das ist nicht nur frustrierend für die Anleitenden, sondern setzt auch die Qualität der gesamten Ausbildung aufs Spiel.
Lösungsstrategien, die in der Praxis funktionieren
Aber statt nur die Probleme zu beklagen, sollten wir lieber nach vorne schauen und proaktive Lösungen finden. Es gibt nämlich bewährte Wege, die Rahmenbedingungen selbst in einem hektischen Umfeld spürbar zu verbessern und eine Top-Ausbildung zu garantieren.
Intelligente Organisation ist der Schlüssel
Ein zentraler Hebel ist die Etablierung durchdachter Organisationsmodelle. Hier geht es vor allem darum, Anleitungszeiten fest und unantastbar in den Dienstplan zu integrieren. Moderne Software und eine vorausschauende Planung schaffen geschützte Zeitfenster für die Praxisanleitung in der Pflege, die nicht für die pflegerische Routine geopfert werden dürfen.
Weitere Ansätze, die sich bewährt haben:
- Mentoring-Strukturen aufbauen: Nicht jede Anleitung muss vom offiziellen Praxisanleiter kommen. Erfahrene Pflegekräfte können als Mentoren für bestimmte Aufgaben eingebunden werden. Das entlastet den Praxisanleiter und gibt dem Azubi zusätzliche Ansprechpartner an die Hand.
- Digitale Werkzeuge sinnvoll nutzen: Lernplattformen, Erklärvideos für Standardprozeduren oder Apps zur Dokumentation können die Präsenzzeit viel effizienter gestalten. Sie ersetzen natürlich nicht das persönliche Gespräch, aber sie können die Wissensvermittlung gezielt unterstützen.
- Feste Anleitungstage etablieren: Einige Einrichtungen blocken feste Tage pro Woche oder Monat, an denen sich Praxisanleiter ausschließlich auf die Auszubildenden konzentrieren können – ganz ohne für den direkten Patientenkontakt eingeplant zu sein.
Die Qualität und Kontinuität der Begleitung haben einen direkten Einfluss darauf, ob Auszubildende zufrieden sind und dabeibleiben. Die Zahlen sind alarmierend: Über 43 Prozent der Auszubildenden fühlen sich nur selten oder nie strukturiert an ihre Aufgaben herangeführt. Die gesetzliche Vorgabe von zehn Prozent Anleitungszeit wird bei ganzen 55 Prozent der Azubis in der Praxis schlicht nicht umgesetzt. Solche Defizite treiben die Quote der Ausbildungsabbrüche massiv in die Höhe. Mehr zu den Herausforderungen in der Pflegeausbildung finden Sie auf springerpflege.de.
Ohne die richtige Kultur geht es nicht
Am Ende des Tages ist die Qualität der Praxisanleitung immer auch ein Spiegelbild der Unternehmenskultur. Nur wo Ausbildung als strategische Investition in die Zukunft begriffen wird, werden auch die notwendigen Ressourcen bereitgestellt.
Eine hohe Wertschätzung für die Anleitertätigkeit, klare Prozesse und die echte Bereitschaft, Praxisanleiter freizustellen – das sind die entscheidenden Faktoren für eine erstklassige Ausbildung.
Einrichtungen, die wie die Partner von CarePros auf exzellente Rahmenbedingungen setzen, haben das verstanden. Sie schaffen ein Umfeld, in dem Praxisanleiter ihre pädagogischen Fähigkeiten voll entfalten können. Das führt nicht nur zu besser ausgebildeten Fachkräften, sondern stärkt auch die Arbeitgebermarke und sichert dem Unternehmen die motiviertesten Talente von morgen. Diese Herausforderungen zu meistern ist kein Kostenfaktor, sondern die wichtigste Grundlage für eine zukunftsfähige und qualitativ hochwertige Pflege.
Häufig gestellte Fragen zur Praxisanleitung in der Pflege
Rund um die Praxisanleitung in der Pflege gibt es immer wieder Fragen – egal, ob man gerade erst in die Ausbildung startet, schon lange dabei ist oder als Personalverantwortlicher den Überblick behalten muss. Wir haben die wichtigsten Antworten für Sie parat, kurz und bündig für Ihren Berufsalltag.
Welche Voraussetzungen muss ich erfüllen, um Praxisanleiter zu werden?
Um die verantwortungsvolle Rolle eines Praxisanleiters zu übernehmen, braucht es erst einmal eine solide Basis. Das bedeutet: Sie müssen eine abgeschlossene Ausbildung als Pflegefachfrau oder Pflegefachmann in der Tasche haben und danach mindestens ein bis zwei Jahre Berufserfahrung direkt am Patienten gesammelt haben.
Der entscheidende Schritt ist aber der erfolgreiche Abschluss einer berufspädagogischen Weiterbildung. Diese Qualifikation ist ziemlich umfassend und dauert in der Regel mindestens 300 Stunden. Hier lernen Sie alles, was Sie an didaktischem, methodischem und kommunikativem Handwerkszeug für eine gute Anleitung brauchen.
Was kann ich als Auszubildender bei unzureichender Praxisanleitung tun?
Wenn Sie das Gefühl haben, dass die Anleitung nicht ausreicht – sei es qualitativ oder weil einfach zu wenig Zeit dafür da ist –, sollten Sie aktiv werden. Der erste und oft beste Weg ist das direkte, offene Gespräch mit Ihrem Praxisanleiter. Viele Missverständnisse lassen sich so schon aus der Welt schaffen.
Führt das zu keiner Besserung, haben Sie weitere Anlaufstellen:
- Sprechen Sie mit der Pflegedienstleitung oder der zentralen Praxiskoordination in Ihrer Einrichtung.
- Informieren Sie unbedingt auch Ihre Pflegeschule. Sie trägt schließlich die Gesamtverantwortung für die Qualität Ihrer praktischen Ausbildung.
Am besten ist es, wenn Sie sich vorab Notizen zu konkreten Situationen machen. Mit handfesten Beispielen können Sie Ihr Anliegen viel klarer und sachlicher darlegen und gemeinsam eine Lösung finden. Tipps, wie man solche Gespräche gut vorbereitet, finden Sie übrigens in unserem Ratgeber mit Fragen und Antworten für das Bewerbungsgespräch – die lassen sich super auf andere professionelle Dialoge übertragen.
Warum ist eine gute Praxisanleitung für CarePros so wichtig?
Für CarePros ist die Qualität der Praxisanleitung in den Partnereinrichtungen ein ganz entscheidendes Kriterium. Auch wenn wir selbst keine Ausbildungsplätze anbieten, wissen wir aus Erfahrung: Eine exzellente Anleitung ist das A und O für die fachliche und persönliche Entwicklung der Pflegekräfte von morgen. Sie sorgt nicht nur für top ausgebildete Kollegen, sondern auch für mehr Zufriedenheit im Job und eine stärkere Bindung an den Arbeitgeber.
Eine erstklassige Praxisanleitung formt nicht nur Fachkräfte, sondern schafft auch ein Arbeitsumfeld, in dem Engagement und Qualität gedeihen können.
Einrichtungen, die nachweislich in eine hervorragende Praxisanleitung investieren, haben oft eine geringere Fluktuation und zufriedenere Teams. Genau das ermöglicht es uns, qualifizierte Fachkräfte an Arbeitsplätze zu vermitteln, an denen sie sich wohlfühlen, echte Wertschätzung erfahren und sich langfristig entwickeln können. So stellen wir sicher, dass unsere Mitarbeitenden und die Einrichtungen bestmöglich voneinander profitieren.
Sind Sie eine qualifizierte Pflege- oder Pädagogikfachkraft und suchen nach einer neuen beruflichen Herausforderung mit mehr Flexibilität, überdurchschnittlicher Bezahlung und echter Wertschätzung? Bei CarePros finden Sie genau das. Wir verbinden Sie mit Top-Einrichtungen in ganz Deutschland und bieten Ihnen dabei herausragende Konditionen wie einen Firmenwagen zur privaten Nutzung und einen Wunschdienstplan.