Ein EKG bei Frauen anzulegen, ist mehr als nur Routine. Hier sind anatomische Besonderheiten entscheidend, um am Ende eine präzise und verlässliche Diagnose zu erhalten. Vor allem die korrekte Platzierung der Elektroden am Brustkorb ist ein Knackpunkt – kleine Fehler können hier schnell zu gravierenden Fehldiagnosen führen. Es geht also darum, die Standardverfahren geschickt an die weibliche Anatomie anzupassen und so die Qualität der Messung auf das höchste Niveau zu heben.
Warum das EKG bei Frauen besondere Sorgfalt erfordert
Die richtige Durchführung eines EKGs bei Patientinnen ist das Fundament für eine potenziell lebensrettende Diagnostik. Während die Grundlagen standardisiert sind, stoßen diese Verfahren bei Frauen oft an ihre Grenzen. Anatomische Gegebenheiten, allen voran die weibliche Brust, machen die exakte Positionierung der Brustwandableitungen V4 bis V6 zu einer echten Herausforderung und können das EKG-Signal empfindlich stören.
Dieser Prozess – von der sorgfältigen Vorbereitung über die Platzierung bis zur Auswertung – ist der Schlüssel zu einem qualitativ hochwertigen Ergebnis.

Jeder dieser Schritte muss sitzen, um die diagnostische Aussagekraft des EKGs zu sichern und typische Fehlerquellen von vornherein auszuschließen.
Die Bedeutung fachlicher Exzellenz
Eine falsch angelegte EKG-Ableitung kann im schlimmsten Fall eine falsche Vorderwandischämie vortäuschen. Die Folge? Unnötige Folgeuntersuchungen, Behandlungen und enorme Verunsicherung bei der Patientin. Als professionelle Pflegefachkraft ist es Ihre Aufgabe, diese Hürden souverän zu meistern.
Dazu gehört nicht nur das rein technische Wissen, sondern auch die Fähigkeit, sensibel und respektvoll zu kommunizieren, um die Würde und Intimsphäre der Patientin jederzeit zu wahren.
Dieses Fachwissen ist eine Kernkompetenz, die weit über das Basiswissen hinausgeht und die Qualität Ihrer Arbeit direkt beeinflusst. Umfassendes Wissen über pflegerische Richtlinien und Vorgehensweisen ist hier unerlässlich, wie es auch die Expertenstandards in der Pflege betonen.
Ein präzise abgeleitetes EKG ist kein Zufallsprodukt. Es ist das Ergebnis von Sorgfalt, Fachwissen und dem Verständnis für geschlechtsspezifische Unterschiede. So schützen Sie Patientinnen vor Fehldiagnosen und bauen eine vertrauensvolle Pflegebeziehung auf.
Bei CarePros wissen wir, dass genau solche Fachkenntnisse den Unterschied ausmachen. Wir schaffen ein Arbeitsumfeld, in dem Ihre Expertise nicht nur gefragt, sondern auch gefördert wird – mit modernster Ausstattung, einer überdurchschnittlichen Vergütung und gezielten Weiterbildungen, die Ihre Karriere voranbringen.
Die praktische Durchführung eines 12-Kanal-EKGs bei Frauen
Ein 12-Kanal-EKG korrekt anzulegen, gehört zu den Basics in der Pflege, verlangt aber trotzdem Fingerspitzengefühl und Genauigkeit. Ein klares, standardisiertes Vorgehen sorgt nicht nur für diagnostisch einwandfreie Ergebnisse, sondern gibt der Patientin auch das Gefühl, in guten Händen zu sein. Jeder Handgriff, von der Vorbereitung bis zum Anbringen der letzten Elektrode, ist entscheidend für die Qualität der Messung.

Diese Anleitung soll Ihnen als verlässlicher Leitfaden dienen, damit das EKG anlegen bei Frauen für Sie zur souveränen Routine wird.
Essenzielle Vorbereitung für ein störungsfreies EKG
Eine gute Vorbereitung ist die halbe Miete. Sorgen Sie als Erstes für eine ruhige und angenehme Atmosphäre. Die Raumtemperatur sollte passen, damit die Patientin nicht friert – Muskelzittern führt nämlich schnell zu unschönen Artefakten auf dem EKG.
Bitte Sie die Patientin, ihren Oberkörper und die Unterschenkel freizumachen. Ganz wichtig: Ein Bügel-BH muss runter, da das Metall die Messung empfindlich stören würde. Achten Sie dabei immer auf die Intimsphäre und bieten Sie eine Decke oder ein Tuch zum Abdecken an.
Bevor es losgeht, legen Sie sich alles bereit:
- Ein funktionsfähiges 12-Kanal-EKG-Gerät
- Zehn EKG-Elektroden (Klebe- oder Saugelektroden)
- Kontaktspray oder -gel für eine bessere Leitfähigkeit
- Eventuell Einmalrasierer, falls starke Behaarung die Haftung der Elektroden behindert
Erklären Sie der Patientin kurz, was Sie vorhaben, und bitten Sie sie, während der Messung ruhig liegen zu bleiben und nicht zu sprechen. Diese einfachen Maßnahmen machen einen riesigen Unterschied für die Signalqualität.
Die Platzierung der Extremitätenableitungen nach Einthoven und Goldberger
Der erste praktische Schritt ist das Anlegen der vier Extremitätenelektroden. Diese zeichnen die Ableitungen I, II, III sowie aVR, aVL und aVF auf. Die Farbcodierung ist zum Glück ganz einfach und folgt dem „Ampelprinzip“, wenn man am rechten Arm startet und im Uhrzeigersinn vorgeht.
So sitzt alles richtig:
- Roter Stecker (R): Am rechten Handgelenk, an der Innenseite.
- Gelber Stecker (L): Am linken Handgelenk, an der Innenseite.
- Grüner Stecker (F): Am linken Fußknöchel, an der Innenseite.
- Schwarzer Stecker (N): Am rechten Fußknöchel, an der Innenseite. Das ist die Erdungselektrode.
Achten Sie darauf, dass die Elektroden festen Hautkontakt haben. Bei sehr trockener Haut hilft ein Spritzer Kontaktspray. Diese Basis muss sitzen, bevor Sie sich den Brustwandableitungen widmen. Die sorgfältige Platzierung ist ein zentrales Thema in jeder guten Praxisanleitung in der Pflege.
Präzise Anlage der Brustwandableitungen nach Wilson
Das korrekte Platzieren der sechs Brustwandableitungen (V1–V6) ist bei Frauen oft die größte Herausforderung. Hier müssen Sie sich unbedingt an den knöchernen Strukturen, also den Interkostalräumen (ICR), orientieren.
Wichtiger Praxistipp: Tasten Sie zuerst den Angulus sterni (auch Ludovici-Winkel genannt). Das ist der kleine Knochenvorsprung, wo der Handgriff des Brustbeins in den Körper übergeht. Direkt daneben finden Sie den 2. ICR. Von hier aus zählen Sie einfach nach unten, um den 4. und 5. ICR sicher zu finden.
So gehen Sie Schritt für Schritt vor:
- V1 (rot): Im 4. ICR rechts neben dem Brustbein (parasternal).
- V2 (gelb): Im 4. ICR links neben dem Brustbein (parasternal).
- V4 (braun): Im 5. ICR auf der linken Medioklavikularlinie (die gedachte Linie, die von der Mitte des Schlüsselbeins senkrecht nach unten verläuft). Diesen Punkt setzen Sie vor V3, er dient Ihnen als Orientierung.
- V3 (grün): Genau auf halber Strecke zwischen den Elektroden V2 und V4.
- V5 (schwarz): Auf der gleichen horizontalen Höhe wie V4, aber in der vorderen Axillarlinie.
- V6 (lila): Ebenfalls auf Höhe von V4, in der mittleren Axillarlinie.
Wenn Brustgewebe die richtige Position überlagert, heben Sie die Brust vorsichtig an und platzieren Sie die Elektroden darunter, direkt auf dem Brustkorb. Die Elektroden auf das Brustgewebe zu kleben, ist einer der häufigsten Fehler und verfälscht das EKG-Bild massiv.
Umgang mit besonderen Herausforderungen in der Praxis
Die weibliche Anatomie stellt uns im Pflegealltag immer wieder vor Situationen, die eine Anpassung der Standardprozeduren erfordern. Das gilt ganz besonders beim EKG anlegen bei Frauen. Nicht jede Patientin entspricht dem Lehrbuchmodell, weshalb Ihre Fähigkeit, flexibel und situationsgerecht zu handeln, von unschätzbarem Wert ist. Mit ein paar erprobten Strategien meistern Sie diese Sonderfälle aber souverän und sichern die diagnostische Qualität.

EKG bei Patientinnen mit großen Brüsten
Eine der häufigsten Herausforderungen ist die korrekte Elektrodenplatzierung bei Patientinnen mit großem Brustvolumen. Das Brustgewebe verdeckt hier oft die entscheidenden anatomischen Landmarken, insbesondere den 5. Interkostalraum (ICR), der für die Positionierung von V4, V5 und V6 essenziell ist.
Der entscheidende Handgriff ist hier das sanfte, aber bestimmte Anheben der Brust. Kommunizieren Sie klar und respektvoll, was Sie vorhaben. Am besten heben Sie die Brust mit dem Handrücken an, um die Rippen und die Interkostalräume darunter freizulegen.
So gehen Sie richtig vor:
- V4, V5, V6 immer unter der Brust anlegen: Die Elektroden gehören direkt auf den Brustkorb in den korrekten ICR – niemals auf das Brustgewebe selbst.
- Fixierung sicherstellen: Nachdem die Elektroden platziert sind, kann die Brust wieder in ihre natürliche Position zurückgelegt werden. Achten Sie darauf, dass die Elektroden fest haften und nicht durch das Gewicht der Brust verschoben werden.
Diese sorgfältige Vorgehensweise verhindert eine der häufigsten Fehlerquellen, die fälschlicherweise zu einer Diagnose einer Vorderwandischämie führen kann.
Umgang mit Brustimplantaten
Brustimplantate sind eine besondere Hürde. Sie verändern die elektrische Leitfähigkeit des Gewebes und können das EKG-Signal dämpfen oder verfälschen. Die Platzierung der Elektroden erfolgt zwar nach denselben anatomischen Prinzipien, aber bei der Interpretation der Ergebnisse ist besondere Vorsicht geboten.
Es ist wissenschaftlich belegt, dass Implantate die EKG-Auswertung erheblich erschweren. Eine Studie zeigte, dass bei Frauen mit Implantaten erfahrene Elektrophysiologen bis zu 57 % der EKGs fälschlicherweise als pathologisch einstuften. In der Kontrollgruppe ohne Implantate gab es dagegen so gut wie keine Fehlinterpretationen. Mehr zu den Auswirkungen von Brustimplantaten auf die EKG-Diagnostik können Sie hier nachlesen.
Dokumentieren Sie das Vorhandensein von Brustimplantaten immer unmissverständlich auf dem EKG-Ausdruck. Diese Information ist für die befundenden Ärztinnen und Ärzte von entscheidender Bedeutung, um Fehlinterpretationen zu vermeiden.
Vorgehen nach einer Mastektomie
Nach einer Mastektomie, also der Entfernung einer oder beider Brüste, fehlt das Brustgewebe als Orientierungspunkt komplett. In diesem Fall müssen Sie sich strikt an die knöchernen Landmarken halten: das Brustbein (Sternum), die Rippen und die Schlüsselbeine.
- Bei einseitiger Mastektomie: Legen Sie die Elektroden auf der betroffenen Seite direkt auf den Brustkorb in den anatomisch korrekten Positionen an.
- Bei beidseitiger Mastektomie: Orientieren Sie sich ausschließlich an den Interkostalräumen, die Sie sorgfältig ertasten müssen.
- Narbengewebe umgehen: Platzieren Sie die Elektroden möglichst neben und nicht direkt auf verhärtetem Narbengewebe. So gewährleisten Sie den bestmöglichen Hautkontakt und eine gute Signalübertragung.
Ihre Fähigkeit, auch in solchen anspruchsvollen Situationen präzise zu arbeiten, ist ein Zeichen höchster Professionalität. Dieses Fachwissen wird bei innovativen Arbeitgebern wie CarePros nicht nur anerkannt, sondern aktiv durch hervorragende Arbeitsbedingungen und gezielte Weiterbildungen für Pflegefachkräfte gefördert, sodass Sie Ihre Expertise kontinuierlich ausbauen können.
Weitere Störfaktoren meistern
Im Pflegealltag lauern noch andere Herausforderungen, die die EKG-Qualität beeinträchtigen können.
- Starker Tremor oder Muskelzittern: Versuchen Sie, die Patientin zu beruhigen und für eine warme Umgebung zu sorgen. Ein guter Trick ist, sie zu bitten, die Hände mit den Handflächen nach unten unter das Gesäß zu legen. Das minimiert Muskelartefakte oft deutlich.
- Starke Körperbehaarung: Wenn die Elektroden einfach nicht haften wollen, ist eine sanfte Rasur der betreffenden Stellen notwendig. Führen Sie dies aber bitte nur mit dem Einverständnis der Patientin durch.
Genau diese praktischen Fähigkeiten machen am Ende den Unterschied zwischen einem unbrauchbaren und einem diagnostisch wertvollen EKG aus.
Typische Fehlerquellen erkennen und gezielt vermeiden
Selbst erfahrenen Fachkräften unterlaufen bei der EKG-Anlage Fehler – und die können leider schwerwiegende Konsequenzen haben. Ein präzise abgeleitetes EKG ist die absolute Grundlage für eine verlässliche Diagnose. Deshalb ist es so wichtig, die häufigsten Fallstricke zu kennen und durch ein sauberes, standardisiertes Vorgehen von vornherein auszuschließen.
Die meisten Fehler lassen sich tatsächlich gut vermeiden, wenn man die anatomischen Besonderheiten der Frau konsequent berücksichtigt. Oft sind es nur kleine Abweichungen, die das Ergebnis massiv verfälschen und zu unnötigen, belastenden Folgeuntersuchungen führen können.

Elektrodenplatzierung: Die Fehlerquelle Nummer eins
Die häufigste und zugleich folgenschwerste Fehlerquelle ist die falsche Positionierung der Brustwandableitungen, allen voran V4 bis V6. Werden diese Elektroden einfach auf dem Brustgewebe platziert statt direkt darunter auf dem Thorax, kann das EKG fälschlicherweise eine Vorderwandischämie anzeigen. Ein fataler Fehler.
Eine auf der 89. DGK-Jahrestagung 2023 vorgestellte Studie lieferte dazu alarmierende Zahlen: Bei 49 % des Pflegepersonals und 31 % der nicht-kardiologisch spezialisierten Ärzte wurden die Elektroden V4 bis V6 bei Frauen falsch angelegt. Mehr Details dazu finden Sie in den Studienergebnissen zur Elektrodenplatzierung.
Merken Sie sich als Faustregel: Die Brust muss bei Bedarf sanft angehoben werden, um die Elektroden korrekt im 5. Interkostalraum (ICR) zu platzieren. Die knöchernen Landmarken sind Ihr verlässlichster Orientierungspunkt, niemals das weiche Brustgewebe.
Ein weiterer Klassiker ist das Vertauschen der Extremitätenableitungen. Hier hilft der bekannte Merkspruch nach dem Ampelprinzip (rot-gelb-grün-schwarz im Uhrzeigersinn, beginnend am rechten Arm) aber zuverlässig, um Verwechslungen auszuschließen und die Ableitungen nach Einthoven und Goldberger korrekt anzuschließen.
Technische Störungen und Artefakte im Griff haben
Neben der Platzierung können auch technische Probleme die Qualität des EKGs erheblich schmälern. Sogenannte Artefakte, also Störungen im EKG-Signal, machen eine saubere Befundung oft unmöglich.
Häufige Ursachen für Artefakte sind:
- Muskelzittern (Somatischer Tremor): Eine zu kühle Raumtemperatur oder Anspannung bei der Patientin kann zu feinen, zittrigen Linien führen. Eine warme Decke und eine ruhige, entspannte Atmosphäre wirken hier oft Wunder.
- Schlechter Hautkontakt: Trockene Haut, Körperlotionen oder starke Behaarung sind Gift für den elektrischen Kontakt. Reinigen Sie die Hautstellen bei Bedarf sanft und nutzen Sie Kontaktspray, um die Leitfähigkeit zu sichern.
- Bewegungsartefakte: Bitten Sie die Patientin, während der kurzen Messung ruhig zu liegen, nicht zu sprechen und einfach nur tief durchzuatmen. Jede noch so kleine Bewegung kann die Nulllinie des EKGs stark zum Ausschlagen bringen.
- Elektrische Interferenzen: Smartphones oder andere elektronische Geräte in der Nähe können das empfindliche EKG-Gerät stören. Bitten Sie darum, diese für die Dauer der Untersuchung kurz beiseitezulegen.
Die folgende Tabelle gibt Ihnen einen schnellen Überblick über die häufigsten Fehler und wie Sie sie im Praxisalltag am besten vermeiden.
Häufige Fehler bei der EKG-Anlage und ihre Vermeidung
| Fehlerquelle | Auswirkung auf das EKG | Lösungsstrategie |
|---|---|---|
| Elektroden auf der Brust platziert | Falsch-positive Ischämiezeichen (z. B. T-Negativierung in V4-V6), ST-Streckenveränderungen | Brust immer sanft anheben und Elektroden V4-V6 im 5. ICR unter der Brust auf dem Thorax platzieren. |
| Vertauschen der Extremitätenableitungen | Achsenverschiebung, falsche Lagetypbestimmung, Verwechslung von Schenkelblöcken | Ampelschema (rot, gelb, grün, schwarz im Uhrzeigersinn ab rechtem Arm) konsequent anwenden. |
| Schlechter Hautkontakt | Schwankende Nulllinie, Niedervoltage, Signalverlust | Haut reinigen (Alkohol, Gaze), bei Bedarf rasieren, ausreichend Kontaktgel oder -spray verwenden. |
| Muskelzittern der Patientin | Hochfrequente, zittrige Störungen der Nulllinie (Tremor-Artefakte) | Für eine warme Umgebung sorgen (Decke), Patientin beruhigen, Arme entspannt neben dem Körper ablegen lassen. |
| Bewegungen oder Sprechen | Plötzliche, starke Ausschläge und Verzerrungen der Kurve | Patientin vorab instruieren, während der Messung ruhig zu liegen, nicht zu sprechen und normal zu atmen. |
| Elektrische Interferenzen | Gleichmäßiges, schnelles "Sägezahnmuster" (Wechselstromstörungen) | Alle nicht benötigten elektrischen Geräte in der Nähe ausschalten, insbesondere Smartphones der Patientin. |
Die Fähigkeit, diese Fehlerquellen proaktiv zu erkennen und zu beheben, ist ein zentraler Aspekt professioneller Pflege und zeugt von hohem Qualitätsbewusstsein.
Bei CarePros legen wir größten Wert auf Fachkompetenz. Wir unterstützen unsere Mitarbeiter aktiv dabei, ihre Fähigkeiten durch regelmäßige Fortbildungen im Bereich Qualitätsmanagement in der Pflege stetig zu verbessern. So stellen wir sicher, dass Sie bei uns stets auf dem neuesten Stand der Pflegewissenschaft arbeiten und Patientinnen die bestmögliche Versorgung erhalten.
Wie KI die EKG-Diagnostik für Frauen revolutioniert
Künstliche Intelligenz (KI) ist dabei, die kardiologische Diagnostik grundlegend zu verändern – und das ist besonders für Frauen eine riesige Chance. KI-gestützte Systeme können EKG-Daten auf eine Weise analysieren, die weit über das menschliche Auge hinausgeht. Sie erkennen feinste, geschlechtsspezifische Muster, die bisher oft unentdeckt blieben.
Dadurch lässt sich das Herzrisiko von Patientinnen viel präziser einschätzen als früher. Es ist ein großer Schritt, um die bekannte Unterdiagnose von Herzerkrankungen bei Frauen endlich zu überwinden.
Die Technologie verspricht, die Diagnosesicherheit beim EKG anlegen bei Frauen spürbar zu verbessern und den Weg für wirklich personalisierte Behandlungsansätze zu ebnen. Eine wegweisende Studie des Imperial College London hat das eindrucksvoll gezeigt: Nach der Auswertung von über einer Million EKGs konnte ein KI-Tool nachweisen, dass Frauen mit einem „männlich“ wirkenden EKG-Muster ein deutlich höheres Risiko für schwere Herzerkrankungen haben. Mehr zu den spannenden Erkenntnissen der KI-Herz-Forschung können Sie hier nachlesen.
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Ihre Expertise ist Gold wert: Karriere und Gehalt bei CarePros
Wer ein EKG professionell und mit dem nötigen Feingefühl für geschlechtsspezifische Besonderheiten anlegen kann, beweist pflegerische Exzellenz. Genau diese hohe Kompetenz wird bei CarePros nicht nur wertgeschätzt, sondern auch entsprechend vergütet. Ihr Fachwissen ist der Schlüssel für eine erstklassige Patientenversorgung – und verdient ein Gehalt, das weit über dem üblichen Marktniveau liegt.
Während sich viele andere Pflegeanbieter an starre Tariftabellen klammern, die das Gehalt einer examinierten Pflegefachkraft oft bei 3.000–3.800 € brutto im Monat deckeln, geht das innovative Unternehmen CarePros bewusst einen anderen Weg. Wir sind fest davon überzeugt, dass sich besonderes Engagement und Fachwissen auch im Gehalt widerspiegeln müssen.
Überdurchschnittliche Vergütung für Ihre Fähigkeiten
Eine examinierte Pflegefachkraft erhält bei CarePros im Durchschnitt rund 5.000 € pro Monat; mit Mehrarbeit und Zuschlägen ist deutlich mehr möglich. Wir wissen: Spezialisierung und Erfahrung machen den Unterschied.
Fachkräfte mit Zusatzqualifikationen, Weiterbildungen oder langjähriger Erfahrung können bei CarePros 28–40 € pro Stunde und somit bis zu 10.000 € pro Monat verdienen. Dieser Spitzenverdienst umfasst Schicht-, Wochenend- und Sonderzulagen.
Operationstechnische Assistent*innen (OTA) verdienen bei CarePros bereits ohne Zuschläge 30–40 € pro Stunde; durch Mehrarbeit und Zusatzqualifikationen erhöhen sich die Verdienstmöglichkeiten weiter.
Mehr als nur ein gutes Gehalt
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Häufige Fragen aus dem Pflegealltag zum EKG bei Frauen
Im hektischen Klinik- oder Praxisalltag tauchen immer wieder die gleichen Unsicherheiten auf, wenn es um das EKG bei Frauen geht. Ich habe hier mal die häufigsten Fragen gesammelt und praxisnah beantwortet – als schnelle Hilfe für den Moment, in dem man sie braucht.
Müssen die Elektroden wirklich immer unter die Brust?
Ja, unbedingt. Das ist einer der häufigsten Fehler mit den größten Auswirkungen. Wenn das Brustgewebe den 4. oder 5. Interkostalraum (ICR) überlagert, führt kein Weg daran vorbei: Die Brust muss sanft angehoben werden, um die Elektroden V4, V5 und V6 korrekt auf dem Brustkorb zu platzieren.
Klebt man sie stattdessen auf das Brustgewebe, sind Fehlinterpretationen vorprogrammiert. Das EKG könnte dann fälschlicherweise eine Vorderwandischämie anzeigen, was für die Patientin unnötige weitere Diagnostik und Sorgen bedeutet.
Was mache ich bei einem Bügel-BH?
Ganz einfach: Der muss aus. Ein Bügel-BH ist vor dem EKG tabu, da das Metall die elektrischen Signale massiv stört und zu unbrauchbaren Aufzeichnungen führt.
Bitten Sie die Patientin freundlich, den BH abzulegen. Wichtig ist dabei, ihre Intimsphäre zu jeder Zeit zu wahren. Bieten Sie ihr sofort ein Tuch oder Laken zum Bedecken an, damit sie sich nicht unwohl fühlt.
Wie gehe ich bei einer Patientin nach Mastektomie vor?
Hier fällt die Brust als gewohnter Orientierungspunkt weg, was die Platzierung zunächst schwieriger erscheinen lässt. Der Schlüssel liegt darin, sich strikt an die knöchernen Landmarken zu halten. Tasten Sie sorgfältig die Rippen, das Schlüsselbein und das Brustbein ab, um die Interkostalräume präzise zu lokalisieren.
Die Elektroden werden dann direkt an den anatomisch korrekten Positionen auf den Brustkorb geklebt.
Ein Tipp aus der Praxis: Achten Sie auf Narbengewebe. Kleben Sie die Elektroden immer neben die Narbe, niemals direkt darauf. Das sichert einen besseren Hautkontakt und damit eine saubere Signalübertragung für ein wirklich aussagekräftiges EKG.
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